Europas Gasmarkt bleibt schwach – trotz sinkender Preise und hoher LNG-Verfügbarkeit
Noah AlbrechtEuropas Gasmarkt bleibt schwach – trotz sinkender Preise und hoher LNG-Verfügbarkeit
Europäische Gasnachfrage bleibt trotz gesunkener Preise schwach
Strukturelle und konjunkturelle Faktoren dämpfen weiterhin den Verbrauch. Analysten der CIB haben auf der E-World-Konferenz in Essen ihre aktuellen Marktprognosen vorgestellt.
Laut CIB wird der niederländische TTF-Gaspreis 2024 im Durchschnitt bei 29,50 Euro pro Megawattstunde liegen. Für 2025 rechnet man mit einem leichten Anstieg auf 30,50 Euro/MWh. Ab 2026 könnten die Preise weiter sinken, sobald sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage verschiebt.
Ein milder Winter und eine schwache makroökonomische Lage halten die Nachfrage gedämpft. Die Marktpreise sind gesunken, um die Produktion zu bremsen und die Speicherfüllung zu fördern. Die Verfügbarkeit von Flüssigerdgas (LNG) in Europa bleibt zwar relativ hoch, doch die globalen Speicherkapazitäten – insbesondere für LNG – sind weiterhin begrenzt.
Auf der E-World in Essen (20. bis 22. Februar) präsentiert die CIB ihre Markteinschätzungen. Der Rohstoffanalyst Joel Hancock wird im Rahmen der Konferenz die aktuellen Trends am europäischen Gasmarkt erläutern.
Die Aussichten für die europäischen Gaspreise deuten kurzfristig auf ein moderates Niveau hin. Eine Erholung der Nachfrage wird sowohl durch saisonale als auch durch wirtschaftliche Faktoren gebremst. Die Prognosen und Analysen der CIB stehen im Mittelpunkt der diesjährigen E-World-Diskussionen.
