23 March 2026, 06:06

Essen setzt als erste Ruhrstadt auf KRIS-Klimaanpassungszonen bis 2030

Eine Miniaturstadtmodell in einer Pfütze umgeben von Gebäuden, Grünflächen und einer Hintergrundwand.

Essen setzt als erste Ruhrstadt auf KRIS-Klimaanpassungszonen bis 2030

Essen hat einen bedeutenden Schritt in seinen Bemühungen zur Klimaanpassung unternommen, indem es drei offizielle Zonen für das KRIS-Förderprogramm ausgewählt hat. Damit ist die Stadt die erste im Regionalverband Ruhr, die diesen Ansatz verfolgt. Ziel ist es, bis 2030 klimaresilientere städtische Räume zu schaffen.

Die Stadt beauftragte eine von der Emschergenossenschaft geleitete Studie zur Bewertung möglicher Zonen. Von vier untersuchten Gebieten wurden schließlich Messe-Gruga, das Neue Bernetal sowie Katernberg/Zollverein aufgrund ihrer Eignung ausgewählt. Diese Zonen werden nun von der Projektträgern Jülich (PtJ) und der Bezirksregierung weiter geprüft.

Essens Plan entspricht den Zielen des KRIS-Programms: die Trennung von 25 Prozent der versiegelten Flächen von Mischkanalisationen und eine Steigerung der Verdunstungsrate um zehn Prozentpunkte. Hochwirksame Projekte im Bereich des Wassermanagements in diesen Gebieten könnten Landesfördermittel von Nordrhein-Westfalen (NRW) freischalten. Zudem könnten bis zu einem Viertel der bisher an die Kanalisation angeschlossenen Flächen aus dem Entwässerungssystem genommen werden.

Bisher hat keine andere Kommune im Regionalverband Ruhr Essens Vorbild bei der Auswahl von Klimaanpassungszonen im Rahmen von KRIS übernommen – Stand März 2026.

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Mit der nun erfolgten Ausweisung der Zonen kann Essen Landesmittel für seine Klimaanpassungsmaßnahmen beantragen. Der Ansatz der Stadt setzt in der Region Maßstäbe. Bei Erfolg könnten die Projekte das Hochwasserrisiko bis zum Ende des Jahrzehnts deutlich verringern und die städtische Resilienz stärken.

Quelle