24 March 2026, 18:05

Elektrische Baumaschinen revolutionieren Großbaustellen in der DACH-Region

Luftaufnahme eines Solarparks mit Panelen in einer grünen Wiese, umgeben von Bäumen und Wasser, mit einem Zug auf einer nahen Bahnstrecke.

Elektrische Baumaschinen revolutionieren Großbaustellen in der DACH-Region

Großes Pilotprojekt testet Elektrifizierung von Baustellen in der DACH-Region

Unter dem Namen VoltaVia startet ein ambitioniertes Vorhaben, das Wege zur Elektrifizierung von Baustellen in Deutschland, Österreich und der Schweiz erprobt. Das Projekt vereint Forscher, Verleihfirmen und Bauunternehmen mit dem Ziel, die Emissionen schwerer Baumaschinen deutlich zu reduzieren. Bis 2026 sollen fünf Großbaustellen elektrisch betriebene Geräte unter realen Bedingungen testen.

Die Initiative VoltaVia entstand als zweijährige Kooperation zwischen dem PEM-Team der RWTH Aachen und Zeppelin Rental. Finanziert wird sie unter anderem durch das Programm D-A-CH Verkehrsinfrastrukturforschung sowie regionale Verkehrsministerien. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung praxistauglicher Elektrifizierungskonzepte für Baustellen – zunächst mit Fokus auf batteriebetriebene Maschinen, langfristig auch mit Wasserstofflösungen.

Die Forscher haben ein Energienachfragemodell erarbeitet, das den zukünftigen Strom- und Wasserstoffbedarf von Baustellen prognostiziert. Erste Berechnungen zeigen: Allein die Elektrifizierung einer 16 Kilometer langen Baustelle könnte bis zu 960 Tonnen CO₂ einsparen. Elektrische Maschinen bieten zudem leiseren Betrieb, einfachere Steuerung und geringere Wartungskosten im Vergleich zu Dieselgeräten.

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Fünf große Bauprojekte – darunter Vorhaben von Strabag, Hochtief und ein Autobahnbau der ASFINAG – werden diese Lösungen bis März 2026 erproben. Viele elektrische Alternativen zu gängigen Dieselfahrzeugen wie Bagger oder Radlader sind bereits verfügbar oder in Entwicklung. Doch es gibt noch Hürden: Hohe Anschaffungskosten und die begrenzte Ladeinfrastruktur an abgelegenen Standorten bremsen den Umstieg.

Die Ergebnisse des Projekts sollen künftige Richtlinien für emissionsarmen Bau beeinflussen. Bei Erfolg könnten die getesteten Modelle zum Branchenstandard werden. Kurzfristig wird die batteriebetriebene Technik die Wende anführen, während Wasserstoff langfristig eine größere Rolle spielen dürfte.

Quelle