Drei Meinungen pro Tag – ein radikaler Vorschlag gegen den modernen Meinungsüberfluss
Noah AlbrechtDrei Meinungen pro Tag – ein radikaler Vorschlag gegen den modernen Meinungsüberfluss
Meinungen füllen mittlerweile Talkshows, Podcasts und Online-Foren – ein ständiger Strom, den alle konsumieren können. In der vergangenen Woche fühlte sich die Autorin von dieser Flut überrollt. Seitdem spielt sie mit dem Gedanken, jede Person auf nur drei Meinungen pro Tag zu beschränken.
Sie stellt sich eine Welt vor, in der selbst die Natur eine Haltung zu den Menschen entwickeln könnte. Manche behaupten, gerade deshalb suchten die Menschen die Natur auf: weil sie kein Urteil fällt und keine ungebetenen Gedanken äußert.
Doch der Meinungsstrom reißt nicht ab. Zu jedem erdenklichen Thema sprudeln sie hervor, und wer sie für sich behält, gilt zunehmend als seltsam, fast schon als tabu.
Scherzhaft meint die Autorin, wer die vorgeschlagene Meinungsgrenze überschreite, bräuchte die Genehmigung eines Rebhuhns. Und sie gibt zu, skeptisch zu sein gegenüber den oft gepriesenen Vorzügen des achtsamen Atmens.
Das Angebot an Meinungen scheint unerschöpflich. Ihr spielerischer Vorschlag unterstreicht, wie sehr sie mittlerweile den Alltag prägen. Ob die Natur selbst eine Meinung hat, bleibt indes eine offene Frage.
