Deutz will Thyssenkrupp Marine Systems übernehmen – und steigt in die Rüstungsliga auf
Jana FuchsDeutz will Thyssenkrupp Marine Systems übernehmen – und steigt in die Rüstungsliga auf
Der Motorenhersteller Deutz hat einen Vorstoß unternommen, um Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) zu übernehmen – einen bedeutenden Werftbetrieb, der sich auf konventionelle U-Boote spezialisiert hat. Sollte das Geschäft zustande kommen, würde sich Deutz unter den größten Rüstungsunternehmen Deutschlands positionieren. Auch andere Interessenten, darunter die Lürssen-Werft und der Rüstungskonzern Rheinmetall, haben bereits ihr Interesse an dem Unternehmen bekundet.
Thyssenkrupp sucht seit Jahren einen Käufer für TKMS, da der U-Boot-Bauer nicht mehr zu den Kerngeschäften des Konzerns passt. Deutz stieg Ende letzten Jahres mit einem unverbindlichen Angebot in den Bieterwettstreit ein. Unternehmenschef Sebastian Schulte bringt dabei Insiderwissen mit: Er war zuvor Finanzvorstand bei TKMS.
Zu den weiteren Bewerbern zählen die Lürssen-Werft, der Rüstungskonzern Rheinmetall und sogar die Bundesregierung, die Möglichkeiten prüft, die Übernahme zu unterstützen oder sich daran zu beteiligen. TKMS bleibt ein zentraler Akteur in der U-Boot-Produktion und gilt damit als strategisch wertvolle Übernahme für jeden Käufer.
Eine erfolgreiche Übernahme würde die Präsenz von Deutz im Verteidigungssektor deutlich ausbauen. Das Unternehmen rückte damit in die Riege der wichtigsten deutschen Rüstungslieferanten auf. Unterdessen hängt die Zukunft von TKMS davon ab, welcher Bieter in den kommenden Monaten den Zuschlag erhält.






