25 March 2026, 10:05

Daniel Kretinsky verteidigt Royal-Mail-Probleme vor wütenden Abgeordneten

Mann in Anzug und Krawatte, der an einem Tisch mit Mikrofon, Flaschen, einem Glas, einer Namensschilder und anderen Gegenständen spricht, mit Flaggen im Hintergrund.

Daniel Kretinsky verteidigt Royal-Mail-Probleme vor wütenden Abgeordneten

Milliardär Daniel Kretinsky gerät bei Parlamentsanhörung zu Royal Mail in die Kritik

Der tschechische Investor Daniel Kretinsky musste sich bei einer Parlamentsanhörung scharfen Fragen von Abgeordneten zu den Leistungsproblemen der Royal Mail stellen. Der Milliardär, der das Unternehmen vor etwas mehr als einem Jahr für 3,6 Milliarden Pfund übernommen hatte, verteidigte die Verspätungen bei Briefzustellungen, wies jedoch Vorwürfe einer Fehlverwaltung zurück.

Kretinsky räumte ein, dass im vergangenen Jahr 220 Millionen Briefe zu spät zugestellt wurden, und bezeichnete die Situation als "alles andere als ideal". Er argumentierte, kein anderer europäischer Postdienst habe vergleichbare Zustellverpflichtungen wie die Royal Mail – insbesondere nicht die Herausforderung, einen Brief von Brighton nach Schottland für nur 1,70 Pfund zu befördern.

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Der Unternehmer, der oft als "Tschechische Sphinx" bezeichnet wird, blieb während der befragungsintensiven Sitzung gelassen. Liam Byrne, der labournahe Vorsitzende des Ausschusses, warnte, Kretinsky könnte in einer künftigen Anhörung unter Eid gestellt werden, falls seine Antworten weiterhin unbefriedigend ausfielen. Auch Sarah Edwards, Labour-Abgeordnete für Tamworth, verwies während der Debatte auf seinen Milliardärsstatus.

Kretinsky wies Vorwürfe zurück, die Royal Mail habe Briefe absichtlich verzögert, um Paketzustellungen zu priorisieren. Er betonte, sein Interesse am Postgeschäft sei von der Herausforderung und nicht von Profitstreben geleitet – doch die Abgeordneten drängten ihn zu den anhaltenden Problemen des Unternehmens.

Die Anhörung endete ohne unmittelbare Konsequenzen für Kretinsky, der unter Druck seine Fassung bewahrte. Die Royal Mail bleibt jedoch weiter unter Beobachtung wegen ihrer Dienstleistungsstandards, und Abgeordnete kündigten weitere Untersuchungen zur Unternehmensführung unter seiner Ägide an.

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