Bundesregierung will E-Auto-Förderung auf Geringverdiener ausweiten
Die deutsche Bundesregierung plant eine Ausweitung ihres Förderprogramms für Elektroautos mit einem neuen Fokus auf Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Ein drei Milliarden Euro schwerer Fonds soll die Initiative unterstützen, die Elektrofahrzeuge für Personen mit einem Jahreseinkommen von bis zu 50.000 Euro erschwinglicher machen will. Die genauen Modalitäten werden noch ausgearbeitet, doch das Programm könnte sich an einem in Frankreich erprobten Modell orientieren.
Aktuell gewährt die deutsche Elektroauto-Förderung bis 2026 bis zu 6.000 Euro für rein batteriebetriebene Fahrzeuge und 4.500 Euro für Plug-in-Hybride. Anspruchsberechtigt sind Einzelpersonen mit einem Einkommen von bis zu 80.000 Euro sowie Familien mit zwei Kindern unter 18 Jahren und einem Haushaltseinkommen von bis zu 90.000 Euro. Das bestehende Programm umfasst eine Grundförderung, eine Sozialkomponente für Geringverdiener und einen Kinderbonus von 500 Euro pro Kind.
Der neue Vorschlag könnte die Einkommensgrenzen weiter verschärfen und die Schwelle bei 50.000 Euro Bruttojahreseinkommen ansetzen. Dieser Wert entspricht in etwa dem durchschnittlichen Bruttoeinkommen von 50.493 Euro im Jahr 2021 – umgerechnet rund 4.208 Euro monatlich. Zwar ist noch unklar, wie das Programm genau ausgestaltet wird, doch eine Option wäre eine Kaufprämie für Käufer innerhalb dieser Einkommensgruppe.
Obwohl es mittlerweile mehr Elektroautos unter 30.000 Euro gibt, stellt dieser Preis für viele Haushalte weiterhin eine Hürde dar. Die Regierung hofft, dass die zusätzliche Förderung diese Lücke schließt, da die meisten privaten Neuwagenkäufer derzeit über der geplanten Einkommensgrenze liegen.
Der drei Milliarden Euro schwere Fonds soll bis 2029 laufen, sofern die Mittel nicht vorher aufgebraucht sind. Die genauen Förderkriterien und die Höhe der Zuschüsse stehen jedoch noch nicht fest.
Ziel der erweiterten Förderung ist es, die Verbreitung von Elektroautos in Haushalten mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu steigern. Mit einem Volumen von drei Milliarden Euro ist das Programm bis 2029 angelegt – vorausgesetzt, die Gelder reichen bis dahin. Die endgültige Entscheidung der Regierung wird zeigen, wie viele Käufer anspruchsberechtigt sind und wie hoch die Unterstützung ausfällt.






