13 March 2026, 22:06

Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus plant riesigen Solarpark auf alter Deponie

Ein Denkmal in einem Park mit einer Tafel, auf der "Denkmal für die Opfer der Tschernobyl-Katastrophe" steht, umgeben von Gras, trockenen Blättern, einem Weg, Bäumen, Pflanzen, einem Straßenmast, Gebäuden und einem bewölkten Himmel.

Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus plant riesigen Solarpark auf alter Deponie

Ausgediente Deponie in Ahaus-Alstätte soll zum großen Solarpark werden

Eine stillgelegte Mülldeponie in Ahaus-Alstätte wird voraussichtlich zum Standort eines bedeutenden Solarparks. Das vom Kreis Borken genehmigte Vorhaben zielt darauf ab, brachliegendes Gelände in eine Quelle erneuerbarer Energien umzuwandeln. Bei termingerechter Fertigstellung könnte das Projekt zudem die Abfallgebühren für die ansässige Bevölkerung senken.

Die Deponie, die dem Kreis Borken und der Stadt Ahaus gemeinsam gehört, lag jahrelang ungenutzt. Aufgrund des unebenen, absackenden Geländes scheiden klassische Bebauungen aus – doch nun erkennen die Verantwortlichen Potenzial in der Solarenergie. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWG) wird das Projekt leiten, das bis Mitte 2025 in Betrieb gehen muss, um staatliche Fördermittel zu erhalten.

Neben der Erzeugung sauberer Energie könnte der Solarpark die jährlichen Unterhaltskosten der Deponie verringern. Diese Einsparungen könnten sich dann in niedrigeren Abfallentsorgungsgebühren für die Haushalte der Region niederschlagen. Zudem wird geprüft, ob sich der Standort für Großspeicher eignet, um überschüssige Windenergie zu speichern – eine weitere zukunftsweisende Nutzung.

Sollte das Vorhaben realisiert werden, wäre dies in Deutschland ein seltenes Beispiel: In den vergangenen fünf Jahren wurden hierzulande keine großen Solarparks auf stillgelegten Deponien fertiggestellt, wie aus verfügbaren Unterlagen hervorgeht.

Das Projekt in Ahaus-Alstätte verbindet Abfallwirtschaft mit erneuerbaren Energien. Bei Erfolg würde es schwer nutzbares Gelände sinnvoll umwidmen und gleichzeitig die finanzielle Belastung für kommunale Dienstleistungen verringern. Nun liegt der Fokus auf der Planung und dem Bau – mit dem klaren Ziel, die Frist Mitte 2025 einzuhalten.

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