12 April 2026, 14:11

AfD-Funktionär Tim Schramm: Befangenheitsantrag erschüttert Parteiausschlussverfahren

Deutsches Propagandaplakat für die NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa.

AfD-Funktionär Tim Schramm: Befangenheitsantrag erschüttert Parteiausschlussverfahren

In den laufenden Parteiausschlussverfahren gegen den AfD-Funktionär Tim Schramm ist ein Befangenheitsantrag eingereicht worden. Der Landesvorstand von Nordrhein-Westfalen stellte den Antrag am 26. September und begründete ihn mit Bedenken hinsichtlich einer möglichen Voreingenommenheit Schramm. Die Verantwortlichen argumentieren, dass Schramm persönliche und berufliche Verbindungen aufweise, die Zweifel an seiner Unparteilichkeit weckten.

Der Antrag führt mehrere Gründe für Schramm Befangenheit an. Ein zentraler Punkt ist seine enge Beziehung zum AfD-Landtagsabgeordneten Sven Tritschler, der Schramm öffentlich als "langjährigen guten Freund" bezeichnet hat. Diese besondere persönliche Verbindung wird als mögliche Quelle für Parteilichkeit angesehen.

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Auch Schramm militärischer Einsatz in den ukrainischen Streitkräften gegen Russland steht in der Kritik. Gegner werfen vor, sein Engagement könnte seine Urteilsfähigkeit in Parteifragen beeinflussen. Schramm selbst weist die Vorwürfe als ideologisch motiviert zurück und bestreitet jedes parteiische Verhalten.

In dem Antrag wird zudem der Richter Hartmut Beucker genannt, der in Verbindung mit Schramm steht. Beucker führte Schramm Aufnahmegespräch und unterzeichnete seine Mitgliedschaftsempfehlung. Zudem wird Beuckers eigene Zugehörigkeit zur AfD-Fraktion als potenzieller Interessenkonflikt gewertet.

Der Antrag betont, dass die Befangenheitsgründe nicht auszuräumen seien. Die Bedenken hinsichtlich einer Voreingenommenheit seien so gravierend, dass Schramm von den Verfahren ausgeschlossen werden müsse.

Nun liegt der Befangenheitsantrag zur Entscheidung vor. Sollte er stattgegeben werden, wäre Schramm von einer Mitwirkung in den Ausschlussverfahren ausgeschlossen. Das Ergebnis könnte Auswirkungen darauf haben, wie die AfD künftig mit internen Konflikten umgeht.

Quelle